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24. Nationalpark Bike-Marathon
Samstag, 30. August 2025

Starke Besetzung am Nationalpark Bike-Marathon

Eine Woche vor der Bikemarathon-WM im Wallis ausgetragen, nutzen einige Spitzenfahrer den Nationalpark Bike-Marathon für den letzten Formcheck. Allen voran die beiden Topfavoriten Andreas Seewald und Hansueli Stauffer. Auch der Samedaner Fadri Barandun rechnet sich Chancen auf eine Topplatzierung aus.

Wir befinden uns im Jahre 2025. Die ganze Schweiz ist im Schwing-Fieber. Die ganze Schweiz? Nein! Ein von unbeugsamen Mountainbikern bevölkertes Scuol hört nicht auf, dem Schwing-Trend die Stirn zu bieten und fährt am kommenden Samstag nicht nach Mollis, sondern mit ihren Bergrädern um den Schweizer Nationalpark anlässlich des Nationalpark Bike-Marathon.

Die Favoriten auf den Triumph in Sucol gehören auch international zu den Besten. Allen voran der zweimalige Europameister und ehemalige Weltmeister Andreas Seewald, der österreichische Staatsmeister Hermann Pernsteiner und der Vizeschweizermeister Hansueli Stauffer. Zum erweiterten Favoritenkreis zählt auch der siebenmalige Nationalpark Bike-Marathon-Sieger Urs Huber, der zuletzt 2023 in Scuol gewann, der deutsche Markus Kaufmann und der Bündner Fadri Barandun. Der Samedaner, der 2022 auf der Jauer-Strecke (107 km) siegte, schränkt zwar ein: «Ich möchte zuerst einmal ins Ziel kommen.» Denn bisher sei auf der Vallader-Strecke (141 km) immer etwas dazwischengekommen. Sollte aber alles gutgehen, rechnet sich Barandun durchaus Chancen auf eine Top-5-Klassiuerung aus. «Auf so langen Distanzen spielt die Erfahrung und ein gewisses Alter eine grosse Rolle; ebenso, wie die die Tagesform. Erwische ich einen guten Tag, könnte ein Podestplatz drin liegen», erklärt der 27-Jährige zuversichtlich.

Speziell dürfte das Rennen für die beiden Routiniers Urs Huber (40) und Hansueli Stauffer (38) werden, die die 141 km um den Schweizer Nationalpark ein letztes Mal als Elitefahrer unter die Stollenpneus nehmen. Während Stauffer, im letzten Jahr noch Dritter hinter Sieger Samuele Porro und Urs Huber, Siegambitionen äussert, ist Rekordsieger Huber, der auch eine bisher durchzogene Saison zurückblickt, zurückhaltender und will zuerst schauen, wie es läuft.

Bei den Frauen ist einmal mehr die Vorjahreszweite Alexandra Zürcher die Topfavoritin, nachdem sich die Bündner Vorjahressiegerin Alessia Nay in der Vorwoche am Swiss Epic so unglücklich am Knie verletzt hat, dass sie die Saison vorzeitig beenden musste. Zürcher vermochte bereits in den Jahren 2022 und 2023 als Siegerin in Scuol einzufahren. Chancen auf einen Platz auf dem Podium haben ausserdem die Appenzellerin Deborah Inauen und die Italienerin Maria Cristina Nisi.

Das Ziel ist wieder wie früher bei der Sporthalle Gurlaina, wo sich auch die Startnummernausgabe befindet und die Kinderrennen stattfinden. Nachmeldungen sind bis eine Stunde vor dem Start möglich. Gestartet wird das Vallader-Rennen wie gehabt auf der Via da la Stradun im Zentrum von Scuol.

Die Startzeiten: 
07.15 Uhr in Scuol, Vallader-Strecke, 141 km
07.15 – 7.45 Uhr in Fuldera, Jauer-Strecke, 107 km
07.45 – 8.15 Uhr in Livigno, Livigniasco-Strecke, 70 km
09.45 – 10.15 Uhr in S-chanf, Putèr-Strecke, 47 km
12.30 Uhr in Zernez, Zernezer-Strecke, 33 km
ab 10.30 Uhr, Zieleinläufe
Ab 12.45 Uhr, Zieleinlauf Vallader-Strecke
ab 13.15 Uhr Siegerehrungen im Zielgelände in Scuol