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1. Lauf Bike Marathon Classics
o-tour Bike-Marathon, Alpnach
Sonntag, 13. September 2020

O-Tour-Bikemarathon bei bestem Wetter

Am Sonntag startet mit der O-Tour in Alpnach endlich der erste Lauf der Schweizer Bike-Marathon-Rennserie. Mit dem Obwaldner Martin Fanger hofft auch ein Fahrer aus der Region auf einen Podestplatz.

(pd) Der Enthusiasmus, der das O-Tour-OK unter der neuen Leitung von Marion Imfeld ausstrahlt, überträgt sich nicht nur auf die weiteren OK-Mitglieder. Auch die Rennfahrer aus der Region lassen sich davon anstecken. Der Prominenteste ist der Mountainbike-Profi Martin Fanger. Der Obwaldner hat seinen Lebensmittelpunkt zwar schon seit geraumer Zeit in Genf. Doch für die O-Tour kehrt der 32-Jährige immer wieder gerne in seine Heimat zurück. In diesem Jahr startet er besonders motiviert, denn er blickt auf eine gute Saison zurück. Fanger sagt: «Die wenigen Rennen, die bisher in diesem Jahr durchgeführt wurden, waren regelmässig überdurchschnittlich stark besetzt. Ich konnte mich oft in der Spitzengruppe halten.»

Mit der O-Tour hat er noch eine Rechnung offen. Den Halbmarathon konnte er im ersten Profijahr 2009 zwar gewinnen. Doch auf der Langdistanz schaffte er es bisher nie über den dritten Platz hinaus. Das soll sich diesmal ändern. Am Jura Bike Marathon letzten Sonntag in Vallorbe haben sich allerdings auch seine härtesten Widersacher in Topform gezeigt. Gewonnen haben Urs Huber und Ariane Lüthi, die im Vorjahr an der O-Tour ihren fünften bzw. vierten Schweizer Meistertitel gefeiert hatten. Huber schlug die Spitzengruppe mit Teamkollege Simon Schneller, dem deutschen Meister Sascha Weber und Marc Stutzmann, dem O-Tour-Sieger von 2017, im Spurt. Fanger erreichte das Ziel als Fünfter mit zwei Minuten Rückstand. All diese Fahrer starten am Sonntag auch in Alpnach. Das Feld der Favoriten wird erweitert durch den jungen Casey South, der im Vorjahr an der O-Tour, die zugleich als Schweizer Meisterschaft zählte, überraschend die Bronzemedaille gewonnen hatte. Sogar SM-Silbermedaillengewinner Hans-Ueli Stauffer wagt sich an den Start. Der Sigriswiler war im Höhentrainingslager im Juli schwer gestürzt und hat sich dabei Schlüsselbein, Ellenbogen, Brustbein und drei Rippen gebrochen. Dabei war auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei den Frauen zählen neben Lüthi die siebenmalige Schweizer Meisterin Esther Süss zu den Sieganwärterinnen sowie Andrea Ming, die sich im Vorjahr das Podium geteilt haben.

«Unser Ziel ist es, den Anlass im ähnlichen Rahmen wie bisher durchzuführen. Neben den Profi-Fahrern sollen auch Hobby-Biker und Jugendliche in der herrlichen Landschaft von Obwalden ihr Können unter Beweis stellen. Erweitert wird das Angebot um die E-Bike-Kategorie sowie mit einer Vereins- und Firmen-Stafette», wirbt Marion Imfeld für «ihr» Rennen, das im Vorjahr vom Kanton mit dem Obwaldner Sportpreis ausgezeichnet worden ist.

Für die 46-jährige Sarnerin ist die O-Tour eine Herzensangelegenheit. Nicht nur sie, praktisch das ganze OK hat Familie und Freunde zur Mithilfe am Event aufgeboten. Die sporthungrigen Athleten sollen wieder die Möglichkeit haben, um sich draussen in der Natur an Wettkämpfen zu messen und die wunderschöne Landschaft geniessen. Deshalb war es für Imfeld keine Option, die O-Tour einfach abzusagen. Ihr Ziel ist es, die Tausendermarke bei den Teilnehmenden auszuschöpfen und den Bike-Marathon unfallfrei und gewinnbringend abzuschliessen.

Die Startzeiten:  
7.45 Uhr, Damen lizenziert, 86 km
07.46 Uhr, Damen Marathon Fun, 86 km
08.00 Uhr, Herren lizenziert, 86 km
08.01 Uhr, Herren Fun, 86 km
08.25 Uhr, Start Halbmarathon Damen, 45 km
08.40 Uhr, Start Halbmarathon Herren, 45 km
08.50 Uhr, Start E-Mountainbike Halbmarathon Damen und Herren (alle), 45 km
09.00 Uhr, Start EasyMarathon/Team4Fun, 37 km
Ab 9.40 Uhr, erste Zieldurchfahrt
9.45 Uhr, Beginn Kinderrennen Zinsli-Cup
10.15 Uhr, Zieleinfahrt Halbmarathon
11.45 Uhr, Zieleinfahrt Marathon
12.30 Uhr, Start Bike-Talents
Ab 14.15 Uhr, Siegerehrungen
Weitere Informationen: o-tour.ch