GBMC-Logo

Vorschau
4. Lauf Bike Marathon Classics
Nationalpark Bike-Marathon, Scuol
Samstag, 31. August 2019

VORSCHAU 2018 - wird in der Woche vor dem Rennen aktualisiert:

Sprintrennen am Nationalpark Bike Marathon

Der Nationalpark Bike-Marathon ist mit 137 km normalerweise die längste Prüfung innerhalb der Bike Marathon Classics. Wegen des angekündigten Wetterumschwungs gibt es diesmal aber für alle Teilnehmer ein Sprintrennen auf der 47 km langen Putèr-Strecke von S-chanf nach Scuol.

Ins Rennen geschickt werden die Teilnehmer zeitlich gestaffelt in den Feldern ihres ursprünglich angemeldeten Startortes. Es wird also ein Vallader-Rennen, ein Jauer-Rennen und ein Livignasko-Rennen geben, die allesamt auf der Putèr-Strecke ausgetragen werden. Für die Bike-Marathon-Classcis-Wertung zählt nur das Vallader- sowie das Jauer-Resultat jeweils mit der vollen Punktezahl. Mit der Streckenverkürzung wollen die Veranstalter unter der Leitung von OK-Präsident Claudio Duschletta dem Risiko vorbeugen, dass sich Teilnehmer und Voluntaris wegen des unberechenbaren Wetterumschwungs in Gefahr bringen. 2011 hatte der Marathon wegen eines Kälteeinbruchs und Schneefall auf dem Chaschaunapass abgebrochen und eine Rettungsaktion für die unterkühlten Teilnehmer eingeleitet werden müssen.

Mit Blick auf die Sieganwärter ist wegen der Streckenverkürzung aber kaum mit grossen Überraschungen im Rennausgang zu rechnen. Bikemarathon-Rennen haben sich bezüglich Intensität in letzter Zeit zunehmend in Richtung Cross-Country entwickelt. Will heissen: Auch ein Marathonfahrer muss heute ein hohes Anfangstempo vorlegen bzw. ertragen können. Aber es gibt natürlich Fahrer, die bessere Schnellstarter sind als andere; Schweizermeister Konny Looser beispielsweise. Der 29-Jährige ist ausserdem einer der besten Sprinter im Peloton der Langstreckenspezialisten und hat vor Wochenfrist mit dem dritten Platz am Grand Raid im Wallis letztmals seine Topform bewiesen. Für Looser spricht ausserdem, dass er mit Hansueli Stauffer und Oliver Zurbrügg zwei starke Teamkollegen an seiner Seite weiss, die ihn bereits im Vorjahr anlässlich der Marathon-Schweizermeisterschaft flankiert hatten.

Ausserdem angemeldet haben sich die drei Erstplatzierten des Vorjahrs: die beiden Deutschen Jochen Käss und Markus Kaufmann, die ebenfalls fürs gleiche Team unterwegs sind; sowie der Italiener Samuele Porro. Starke Teamkollegen können auf den langen Flachstücken zwischen den Steigungen Windschatten spenden und so die Kräfte des Teamleaders entscheidend schonen. Bläst auch noch ein Gegenwind, ist die Hilfe umso willkommener.

Gespannt sein darf man ausserdem, ob auch der dreimalige Nationalpark Bike-Marathon-Sieger Urs Huber in S-chanf antreten wird. Bis zu seinem Sturz vor zwei Wochen an der Eiger Bike Challenge, bei dem ihn ein dreifacher Schlüsselbeinbruch zur Aufgabe zwang, war der Mettmenstetter Bike-Marathon-Classics-Leader. Bereits drei Tage nach der Operation, die er am Montag nach dem Rennen vornehmen liess, sass der 33-Jährige wieder auf dem Bike und trainierte – bei praktisch uneingeschränkter Bewegungsfreiheit und nahezu schmerzfrei! «Ich entscheide am Freitag nach einem kurzen Training, ob ich im Engadin antreten werde», liess er ausrichten. Die Streckenverkürzung und der Wegfall des supersteilen Chaschaunapasses kämen im entgegen. Die Kälte jedoch und die bei Sprintrennen übliche Hektik sprechen eher gegen einen Start. Huber ist sich bewusst, dass er keinesfalls nochmals stürzen darf.

Bei den Frauen dürfte Bike-Marathon-Classics-Leaderin Esther Süss mit der Streckenkürzung nicht mehr ganz so souverän als Sieganwärterin unterwegs sein. Das bevorzugte Terrain der 44-Jährigen sind lange und steile Steigungen. Das eröffnet vielleicht die Möglichkeit für eine junge Fahrerin wie Alessia Nay aus Zizers, die bis letztes Jahr noch auf der Mitteldistanz zu den Sieganwärterinnen gehört hatte. Oder Janine Schneider, die wie Nay erst 23 Jahr alt ist.

Das Programm
Samstag, 25. August
8.30 Uhr, neutralisierter Start in S-chanf Vallader-Rennen
9.15 Uhr, neutralisierter Start in S-chanf Jauer-Rennen
9.45 Uhr, neutralisierter Start in S-chanf Livignasco-Rennen
10.45 Uhr, neutralisierter Start in S-chanf Putèr-Rennen
ca. 10 Uhr, Ankunft Vallader-Rennen in Scuol
ca. 10.45 Uhr, Ankunft Jauer-Rennen in Scuol
ca. 11.15 Uhr, Ankunft Livignasko-Rennen in Scuol
ca. 12.15 Uhr, Ankunft Putèr-Rennen in Scuol